Oracles Patentsreiterei um Android

Der Streit zwischen Oracle und Google geht in die nächste traurige Runde. Beim Streit geht es darum, das Google für sein mobiles Betriebssystem Android teile von Oracles Patenten an Java missbraucht haben soll. Dabei will Oracle erreichen, das Google entsprechende Schadensersatzzahlungen leisten muss und weitere Verletzungen der Oracle Patente auslässt. Google wiederum pocht auf den OpenSource gedanken und will «alles daran setzen die Open Source Standards durchzusetzen und zu verteidigen.»

Die leuchtenden Anwaltsaugen. Im Streit äussert sich auch der Erfinder hinter dem Oracle (SUN) Patent der bis Mitte 2010 noch Angestellter bei Oracle war das man bei Oracle beim Thema Patentrechtsstreit mit Google förmlich «gegrillt» werde. Das Anwalts – Battalion von Oracle bekomme «richtig leuchtende Augen wenn über die Möglichkeiten der Klage diskutiert wurde», was wiederum Oracles Beweggründe deutlich ins Feld führt. Es geht weniger um das Recht am Patent, dies ist nur Mittel zum Zweck, es geht darum, Geld zu kassieren und Macht zu demonstrieren und allen anderen zu zeigen wo der Hammer hängt.

Ab in die nächste Runde, der Kreis wird grösser. Nun lässt Oracle auch die Apache Software Foundation (ASF) vorladen um über die Java Implementierung im Projekt Harmony in Android Auskunft zu geben. Die ASF ihrerseits hat aber bereits in ihrem Blogpost angemerkt, dass der grösste Teil der Dokumentation sowieso bereits öffentlich verfügbar sei, da sie als offene Entwicklungsgruppe ihre Dokumentationen allen zugänglich im Internet publiziere.

Repression oder mitmachen? Natürlich. Ich wäre auch nicht glücklich, würde ein Patent von mir (mutmasslich) missbraucht. Ich würde aber nicht den Weg der Repression einschlagen, sondern versuchen mit zu machen und mich einzubringen. Aber dies hat Oracle (SUN) noch nie verstanden. Über kurz oder lang wird die Community Oracle sowieso den Weg weisen und zeigen wo es mit Android hingeht. Da hat auch eine Firma wie Oracle keine Chance. Mit allen Klagen und den besten Anwälten der Welt nicht.

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