ASUS Eee Pad Transformers TF101 Review

Viele neue Tablets wurden für dieses Jahr angekündigt, eines davon ist das Asus Eee Pad Transformer TF101. Asus versucht mit diesem Gerät an das bis jetzt bekannte EeePad Konzept konsequent auch mit Tablets zu verbinden – was nach meiner Ansicht ihnen auch tatsächlich gelungen ist.

Das TF101 ist wie man auf dem Bild erkennen kann ein Tablet mit einer Tastatur, auf welcher das Tablet angedockt werden kann. Die Kombination mit der Tastatur ist eine tolle Idee um so längere Texte schreiben zu können und/oder einfach nur im Internet zu stöbern. Dank einem Mousepad welches auch „Scroll“-Gesten (2 Finger horizontal oder vertikal bewegen) unterstützt, ist man so auch relativ schnell in jeder Lebenslage mit dem Transformer unterwegs.

 

Hardware

Das TF101 besticht durch seine Verarbeitung, aber auch durch das was unter der Haube steckt. So kommt etwa ein vielseits gelobter Tegra 2 Prozessor von nVidia zum Einsatz, welcher von 1GB Memory unterstützt wird. Das EeePad gibt es als 16 bzw. 32 GB Version mit 3G oder nur mit WLAN.
Der 10 Zoll grosse Bildschirm mit einer Auflösung von 1280×800 Pixel ist ideal um gut mit dem Transformer zu surfen, zu spielen oder Texte zu schreiben. Mit einer Frontkamera (1.2 Megapixel) und einer 5 Megapixel Rückkamera lassen sich mehr oder weniger gute Bilder schiessen, wobei sich die Frage stellt ob man mit einem Tablet von solch einer Grösse wirklich gute Fotos schiessen können muss. Für Videotelefonie oder „Augmented reality“-Navigation (oder anderes) reicht es aber ohne weiteres. Immerhin hat die Rückkamera eine grössere Auflösung als der Bildschirm, somit werden alle Bilder sehr schön angezeigt. Wenn das Transformer auf der Tastatur angedockt ist, kann man auch noch eine handelsübliche Computer Tastatur bzw. Computer Maus über die zwei USB-Ports anschliessen, so hat man immer alles noch besser unter Kontrolle. Des weiteren besitzt das Transformer über eine HDMI (Mini) Schnittstelle, so kann man auch sein Bildschirm Inhalt des TF101 auf einen externen Bildschirm projezieren.

Verarbeitung/Haptik

Das Transformer ist sehr schön verarbeitet, mit einer „Dicke“ von nur 12.9mm ist das Eee Pad eines der dünneren Tablets und es fühlt sich mit den 680g Gewicht wunderbar leicht in der Hand an (mit der Tastatur angedockt ist es etwas mehr). Auf der Rückseite befindet sich eine Verschalung welche garantiert, dass man laut Asus in jeder Position das Eee Pad gut halten kann.

Das Profil des Gerätes erinnert etwas an das iPad 1, welche aber sich perfekt mit dem sonst schon edlen Gerät verbindet. So sind die hochwertigen Materialien wohl eines der herausstehenden Argumenten welche für das Eee Pad sprechen.

Software

Das Transformer wird mit Android 3.1 ausgeliefert, somit ist es auf dem neusten Software stand. Bei der Ankündigung bzw. bei der Auslieferung der ersten Geräten, war noch 3.0.x drauf, wobei inzwischen von Asus 3.1 ausgerollt wurde. Somit lässt sich daraus schliessen, dass Asus eine „angenehme“ Update Politik führt und ihre Geräte gerne auf dem neuesten Stand halten will.
Laut Asus befindet sich das „ASUS Waveshare UI“ auf dem Transformer, jedoch entdeckte ich nicht wirklich markante unterschiede zum „Villain-Android 3.0“. Einzig die zusätzlichen Asus Programme für die Asus Cloud – in welcher man unbegrenzten Speicherplatz zur Verfügung hat – waren etwas, was nicht mit Android 3.0 kam. Auch sind die Android 3.0  typischen Buttons links unten redesignt worden für das TF101.

Display

Wie schon erwähnt hat das TF101 eine Bildschirmdiagonale von 10 Zoll mit einer Auflösung von 1280×800 Pixel, welcher in meinen Augen eine Ideale Grösse ist für so ein Tablet. Zwar kommt hier kein AMOLED Display zum Einsatz, dennoch sind die Farben schön satt und das Display lässt eigentlich keine Wünsche offen, was z.B. die Helligkeit betrifft. So kann man eigentlich auch bei jedem Tageslicht auf dem Bildschirm was erkennen. Der einzige Minuspunkt beim Display ist, dass es nicht irgendwie speziell beschichtet ist wie man es von den meisten Smartphones her kennt, so sieht man relativ schnell jeden einzelnen Fingerabdruck, welche man auch nur vergleichsweise mühsam wieder wegbringt. Hier wäre also eine Display Folie angebracht.

Akku

Der Akku ist wohl auch ein riesiger Pluspunkt für das Transformer, denn das spezielle daran ist, dass es zwei besitzt, jedoch ist der eine Akku in der Tastatur Dock eingebaut. Für das arbeiten in der Schule oder Unterwegs ist dies ideal, so hat man mit dem TF101 gute 2-3 Tage Strom bei starker Belastung, d.h. starke Internetnutzung via WLAN, viel surfen, Musik hören, Games aus der Tegra Zone spielen etc. Dies war etwas was mir sehr an dem Gerät gefallen hat.
Das Transformer wird wenn angedockt über die Tastatur geladen. So hat man beinahe eine Ewigkeit Strom.

Performance

Es ist erstaunlich was in so einem Tegra 2 Prozessor drin steckt. Es gab eigentlich so gut wie keine Ruckler bei der Bedienung des Systemes, und das scrollen in langen Listen wurde auch „Lagfrei“ gemeistert. Bei den Spielen aus der Tegra Zone, welche ja bekanntlich ziemlich leistungsintensive Anwendungen sind, hatte das TF101 auch gar keine Probleme. Diese Spiele liefen wunderbar flüssig und sorgten eigentlich immer für Spielspass. In Benchmark Tools wie z.B. Nenamark kämpfte das TF101 immer etwa in der Mittelklasse mit (gut 35 FPS).

Fazit:

Das Transformer ist das ideale Tablet für jeden der nicht ein Notebook mit sich rumtragen will. Entweder man benutzt es Stand-alone als Tablet oder dockt es an die Tastatur (welche übrigens separat gekauft werden muss) und man hat ein Netbook mit allen Funktionen. Das Arbeiten mit Polaris Office (Office Suite mit Funktion zum erstellen von Word, Excel und PowerPoint Dokumenten), welches bereits vorinstalliert ist, funktioniert wunderbar. Ich hatte das Gerät oft während der Schule dabei und so konnte ich ganz leicht und unkompliziert mir darin Notizen machen und es gut als Notebook Ersatz gebrauchen. Die Verarbeitung des Gerätes sowie die Akku Lebensdauer machen das Gerät zu einem der grössten iPad Konkurrenten und lässt dieses in meinen Augen ohne weiteres hinter sich. Das Transformer ist ab 489 CHF (WiFi 16 GB) – 739 CHF (3G 32 GB) bei digitec erhältlich. Die Tastatur gibt’s ab 139 CHF.

Somit bekommt das Eee Pad Transformer TF101 von uns:

9/10 Punkte

Wir haben dem Transformer 9 von 10 Punkte gegeben, da 10 von 10 perfekt wäre, was es leider nicht ganz ist – trotz all den Vorzügen die es zu bieten hat. Was braucht es denn nun für 10 von 10 Punkte? Eine etwas schwierige Frage, aber was sicher dazu gehört ist eine schlaue Beschichtung für den Bildschirm, der sieht wirklich nach kürzester Zeit schrecklich aus, und wenn man dies dann nicht sofort putzt, wird es immer schwerer dies wegzubringen. Was auch nicht so top ist, ist dass die Kombination Dock + Tablet im zugeklappten zustand nicht ganz genau “geschlossen” ist – dies könnte aber damit zusammen hangen, da wir ein bereits gebrauchtes Gerät geliefert bekamen. Ansonsten gibt es wirklich nicht viel zu beklagen.

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  • Pascal

    Ich besitzte nun seit 3 Wochen so einen ASUS Transformer und kann die geschielderten Erfahrungen ium Testbericht leider nicht ganz teilen. Negativ sind mir folgende Dinge aufgefallen:
    - Die Verarbeitung ist nicht super. Hält man das Pad in der Horizontale gibt die Abdeckung bei der linken Hand nach was nicht sehr angenehm ist.
    - Der installierte Browser stürzte öfters ab. Mit Dolphin HD kann ich das Problem allerdings umgehen auch wenn mir der installierte Browser optisch besser gefällt.
    - Die Oberfläche ruckelt immer leicht. Wechselt man durch die Home-Screens wird das deutlich.
    - MyLibrary konnte ich anfangs einmal starten, stützte dann aber ab und ist seit dieser Zeit nicht mehr startbar (trotz Aus-/Einschalten des Gerätes)

    Auf Grund dieser Negativpunkte würde ich 6/10 Punkten vergeben.

    Es gibt noch weitere Dinge welche störend sind, aber die liegen an Android selbst und an den Herstellern der App. Es ist einfach nicht verständlich wieso so populäre Apps wie Evernote und Dropbox noch nicht für die Tablet-Grösse optimiert sind. Zudem ist der Market noch nicht Tablet-Reif. So werden einem App empfohlen welche anschliessend nicht installiert werden können da es sich um ein Tablet und nicht um eine Smartphone handelt (z.B. Whats App).

    • tom

      Hallo Pascal

      danke für dein Feedback. Ich kann nicht für den Autor sprechen, aber mir fällt auf dass in deiner Kritik vieles gar nicht Asus zuzuschreiben ist, und mehrheitlich die App Entwickler und Android betrifft (wie du selbst erwähnt hast).

      Betreffend Abdeckung: meinst du im Sinne von; wird nach innen durchgedrückt?

      Grüsse und danke, tom

      • Pascal

        Hallo Tom

        Ja genau, vieles liegt bei Android selbst oder den App-Entwickler. Bei einigen Dingen (Browser und MyLibrary [wenn ich das recht verstanden habe eine ASUS App] stürzt ab, ruckelnder Screenwechsel) bin ich mir aber nicht sicher ob es die Config von ASUS oder Andoid selbst ist.

        Abdeckung: Ja die Abdeckung lässt sich leicht etwas nach innen drücken. Nicht viel, aber es ist doch unangenehm.

        Etwas positives,was im Artikel nicht erwähnt wird hatte ich beim ersten Kommentar vergessen: USB Sticks und Festplatten werden einwandfrei erkannt und man kann einfach Daten davon kopieren.

        @Tinu P.: Bei mir ist Andoid 3.1 schon drauf :(

        • thedremox

          Hallo Pascal,

          da mit den USB Stick oder sonstigen externen Medien hast du recht. Das ist auch noch ein Plus Punkt welcher die 9/10 rechtfertigen.
          Was dein Ruckeln angeht: Dies hatte ich am Anfang auch ABER nach einem kompletten reset -> Wipen, hatte sich das von selbst gelöst. Die Asus Apps hab ich aber nicht so im speziellen angeschaut. Mir ging es vorallem um das Gerät und Android 3.1 an sich.

          Das mit der Abdeckung konnte ich nicht nachvollziehen.

          Grüsse
          dremox

  • Tinu P.

    habe gehört dies sei wegen der Android Version 3.0. Update auf 3.1 und es wird besser!

  • bannwada

    Ich bin sehr zufrieden und ich bin ehemaliger iPad Besitzer. Heute habe ich 2 Asus Transformer. Ich konnte aber sofort auf Android 3.1 updaten. Das beste ist der Browser, welcher fast alles korrekt darstellt, was mit dem Safari Browser nie möglich war. Ebenfalls laufen die Apps sehr gut. Die Tastatur ist der Hammer, man hat innert Sekunden ein Netbook.
    Ich bereue es nicht und kann es so weiter empfehlen.

    • http://www.funktionierts.ch Mario Lanz

      kann man das transfomer wo live sehen? Digitec hat es nicht im showroom – ich möchte es gerne mal in aktion sehen??

      @bannwada – lust und zeit das transformer bei einem Bier oder so zu demonstrieren?

      • Roland

        Ich glaube das Teil sollte in fast allen MM und Saturn Filialen ausgestellt sein…. oder im Showroom bei Brack