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[Hands On] Testbericht: htc one

Lang war es ruhig um den Hersteller aus Taiwan. Nun tritt htc das Gaspedal aber noch einmal richtig durch. Mit Erfolg?

Diese Frage wollen wir in diesem ersten kleinen Bericht beantworten oder mindestens dem Leser das Material dazu anbieten, um sich selbst ein Bild von der Leistung des htc one zu machen. Viel Spass mit dem etwas anderen Testbericht – einer Art Editors Choice vom Android Schweiz Co-Präsidenten.

Sensationelle Haptik, perfekte Materialwahl, fast perfekte Verarbeitung

Nach dem man das htc one das erste Mal in der Hand hält, fällt sofort die extrem gute Haptik des Gehäuses auf. Das Aluminium wirkt extrem wertig. Es wirkt nicht nur, es ist auch wertig. Wo bei anderen Herstellern mehrheitlich Kunststoff eingesetzt wird, setzt htc hier bewusst auf das kühle Metall und wird hier bereits beim Gehäuse dem Premiumanspruch gerecht. Die Kombination aus Aluminium, Gorilla Glas und Kunststoff scheint hier fast in Perfektion gelungen. Einziger Makel ist der obere Übergang zwischen Gehäuse und Display. Wischt man beispielsweise die Notificationbar herunter und fährt mit dem Finger etwas über den Bildschirmrand, fühlt man sofort eine unangenehme Kante. Das Display steht ein paar zehntel Millimeter hervor, was den unangenehmen Eindruck hinterlässt, das hier bei der Produktion nicht sauber gearbeitet wird. Am unteren Ende bestätigt sich dieser Eindruck, dort ist das Display ein paar Zehntel zu tief was beim darüberwischen aber im Gegensatz zur oberen Kante  weniger unangenehm auffällt.

Das Einsetzen der SIM Karte fällt dank dem mitgelieferten Stift genau so einfach wie der erste Gerätestart. Nach erfolgreichem Booten begrüsst htc den User mit einem Einrichtungsassistenten. Dieser ist für Benutzer von nicht htc Geräten etwas befremdlich, so wird beispielsweise das Google Konto nicht mit eingerichtet. Dies muss anschliessend an das Setup manuell in den Einstellungen hinzugefügt werden.

Negativ: Windows like Kacheln die man nicht wirklich loswerden kann

Der default Homescreen präsentiert sich dann auch sofort dem Anwender und überrascht. htc setzt auf eine Art “Kacheln”. Etwas abschätzig erwähnten wir in der Diskussion mit unserem htc Kontaktmann die “möchtegern Windows Kacheln”, worauf er doch wenig erfreut war. Uns erfreute gar nicht, das man die Kacheln – htc nennt sie “BlinkFeed” nicht loswerden kann. Es bleibt lediglich die Möglichkeit ein anderes Tab als Homescreen zu definieren und diesen dann nach eigenen Wünschen zu gestalten und mit Apps und Widgets zu beladen. Den “default” Homescreen komplett loswerden ist aber nicht möglich. Die nervt umso mehr, da htc auch bei der maximalen Anzahl Homescreen Tabs gezit. Nach 4 Zusätzlichen plus dem nicht zu löschenden default ist Schicht im Schacht. Effektiv bleiben den Kachel-Hassern also 4 Homescreen Tabs zur Verfügung.

Die Kamera verursacht Sprachlosigkeit

Nun, wir kriegen bei Android Schweiz doch so einige Geräte zum Test angeboten. Aber was htc hier mit der Kamera auf der Rückseite geleistet hat, ist bemerkenswert. Die Bilder sind gestochen scharf. Leuchtende Farben und auch bei fast absoluter Dunkelheit (Siehe Fahrzeug Bilder) schiesst das htc one immer noch gestochen scharfe Bilder ohne Bildrauschen. Wer auf eine gute Kamera im Handy Wert legt, ist hier definitiv richtig.

Endlose Power – der antutu Benchmark bestätigt es

Im Benchmark ist das htc one schneller als das Nexus 4 von Google / LG und liegt nur knapp hinter dem Samsung Galaxy S IV. Auch unabhängig vom Benchmark ist die gefühlte Geschwindigkeit erstaunlich und macht Freude. Trotz aufwändiger Widgets, einem Haufen Animationen zickt das htc one nie und reagiert auf Benutzereingaben wie ein geölter Blitz.

Das Display ist für Feinschmecker

Mit einer Pixeldichte von 469 ppi ist das Full-HD Display vom neuen htc Flaggschiff dem iPhone 5 (326 ppi) um Welten überlegen. Dies macht sich auch bei der Darstellung von feinen Schriftarten und Grafiken sofort bemerkbar. Das Gerät zeichnet alle Details perfekt und in einer Schärfe welche meinen Visus von minus 1 Dioptrie total überfordert.

Wums – ääh, beats audio

Youtube war schnell gestartet, ein Musikvideo von Blumentopf feat. Pohlmann (Bin dann mal weg) war auch schnell gefunden. Und irgendwie passt alles zusammen. HipHop Nerds mit Doktortitel in Physik flimmern über das Full HD Display, gepaart mit dem htc one und beats audio fliegt einem die Musik direkt ins Gesicht und löst ein absolutes Wau-Wums Erlebnis aus. Was das ist? Ganz einfach; ein nie dagewesenes Klangerlebnis. Kein Hersteller hat es bisher geschafft, Musik – egal welcher Stilrichtung – in einer derartigen Perfektion aus einem mobilen Device zu kitzeln.

Ein erstes Fazit lässt Hoffnung keimen

htc hat in den vergangenen Monaten, gar Jahren einiges falsch gemacht. Nach einem fulminanten Start in die Android Welt verschwand der Hersteller aus Taiwan umgehend wieder in der Beachtungslosigkeit der Medien. Jetzt scheint sich das Blatt aber zu wenden. Wer das htc one nicht gut findet oder an Verarbeitung, Haptik, Speed und Features gröbere Mängel zu finden behauptet, muss die Augen besser aufmachen. Das Gerät überzeugt von A bis Z. Zwar tauchten hie und da wie im Bericht erwähnt kleine Makel auf, diese gehen aber in der Flut der positiven Eigenschaften unter und sind auf keinen Fall ein Showstopper.

“Editors Favorite”

Mich persönlich konnte das htc one in den ersten 14 Stunden seit dem Unboxing überzeugen. Ich freue mich enorm, das es mich die nächsten Tage begleiten wird und bin überzeugt, das htc mit dem one hier ein Wurf gelungen ist, der Seinesgleichen sucht.

Die kompletten Spezifikationen findest du übrigens bei handy-check.ch, unserem unabhängigen Hardware Vergleichsportal: hier geht es zu den htc one Spezifikationen

Bilder zum htc one

Alle Bilder findet ihr in unserer htc one Galerie auf unserer Google+ Seite. Dort laden wir auch ständig neue Infos zum Gerät hoch.