Der Clud Storage Anbieter DropBox soll demnächst mit den USA kooperieren und Daten zugänglich machen.

Die digitale Stasi – oder wie die USA mit PRISM bald auch DropBox überwachen

Die USA überwachen das Internet. Nun soll sich auch DropBox an die US Überwachungsmaschinerie PRISM anschliessen. Ist das die Stasi der digitalen Welt?

Der Clud Storage Anbieter DropBox soll demnächst mit den USA kooperieren und Daten zugänglich machen.

Der Clud Storage Anbieter DropBox soll demnächst mit den USA kooperieren und Daten zugänglich machen.

Mit dem streng geheimen PRISM genannten Programm, können die USA Internettraffic in Echtzeit überwachen, sowie gespeicherte Daten analysieren, interpretieren und daraus Schlüsse ziehen. Selbstverständlich ohne das man davon etwas merken würde. Das nun auch DropBox mitmachen will, ist ein weiterer Grund, sich langsam aber sicher nach Alternativen umzusehen und allgemein auf mein Verhalten im Internet zu achten. Nicht das ich überhaupt in irgendeiner Form interessant wäre für die USA. Ich bringe höchstens als Tourist Devisen ins Land und nehme Souvenirs zurück nach Hause. Aber will ich dennoch, das fremde Leute meine Daten analysieren können? Wie die “Washington Post” berichtet, machen bereits einige der grössten US Internet- und Technologiefirmen beim PRISM Programm mit und erlauben dem US Geheimdienst den automatischen Zugang zu ihren Systemen. In der Schweiz haben wir im Telekomsektor beispielsweise die “Lawful Interception”. Das sind Abteilungen bei den Providern wie Orange, Sunrise oder Swisscom, welche auf Zuruf der Staatsanwaltschaften Gespräche, SMS und Internettraffic aufzeichnen und den Strafverfolgungsbehörden aushändigen. Immerhin bei uns scheint ein Mindestmass an Rechtsstaatlichkeit gesichert. So lange die Angestellten dieser Abteilungen keinen Schabernak treiben.

Die Frage stellt sich ja generell, ob man sich der Amerikanischen Überwachungswut überhaupt irgendwie entziehen kann. Oder wer von euch prüft schon, via welchen Routen sein Internettraffic geleitet wird, welche Server dazwischen sind. Das die Amerikaner (und bestimmt auch andere Länder, oder Verteidigungsbündnisse) ihre Finger ganz tief drinn haben, ist lange bekannt, oder wird zumindest vermutet oder ist, wie jetzt im Falle von PRISM, auch durch den US Kongress bestätigt.

Das digitale Zeitalter brachte sehr viel Gutes und so manche Neuerung. DropBox ist eine davon. Ich persönlich tendiere aber langsam dazu, meine Daten wieder selbst zu verwalten. Natürlich wäre es beispielsweise gerade im Fall von DropBox endlich an der Zeit, das man als Kunde seine persönlichen Daten mit einem persönlichen Schlüssel verschlüsseln kann. Das ist aber bis heute nicht möglich. Nur dann, wenn man die Daten manuell vor dem Hochladen ordentlich und unter Verwendung von der eigenen Rechenpower verschlüsselt, sind diese vor dem unbefugten Zugriff einigermassen sicher.

Wie handhabt ihr eure Daten? Speichert ihr beispielsweise sensitive Informationen wie ein Lebenslauf auf einem Cloud Storage Dienst ab? Und welche verwendet ihr? Was halted ihr von den USA und dem Überwachungswahn?

Ich freue mich auf euer Feedback in den Kommentaren!

  • http://android-schweiz.ch Steven Vogt

    Salut Tom

    Danke für deinen Beitrag. Natürlich finde ich es nicht gut wenn alles überwacht wird. Unter anderem sollten meine Daten auch meine Daten bleiben. Natürlich nutze ich auch Dropbox, aber eigentlich nur für die Schulunterlagen oder für unwichtige Sachen. Alle anderen Dokumente, Fotos, Musik, etc. sind bei mir zu Hause auf einem NAS (mit eigener Cloud).

  • Hirsafe

    Anderen Berichten zufolge, sollen weitere grosse Firmen wie Google, Apple und Microsoft auch an diesem Programm teilnehmen.
    Ich persönlich glaube dies nicht. Es gäbe genug Leute, die der amerikanischen Regierung schaden wollen, und die Beweise (ein paar Powerpoint-Slides) sind meiner meinung nach sehr leicht zu faken. Auf Washington Post soll das ganze seinen Anfang genommen haben. Jeder soll selber entscheiden was er davon hält.

  • ulmstone

    Hallo Tom

    Für Daten die Dir wichtig sind bietet sich Wuala an. Da werden die Daten auf auf dem Client verschlüsselt.
    Freigabe für Dritte ist dennoch möglich. Selbstverständlich bietet Wuala einen Android-Client.